Achtung Deutsch » 1.2. bis 24.3.2019

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Henrik Schlüter wohnt in einer Studenten-WG zusammen mit dem Syrer Tarik, Spezialkenner mittelhochdeutscher Lyrik, der mit ihren Reizen nicht geizenden Französin Virginie, dem Italiener Enzo und dem waschechten Wiener Rudi.
Die Wohngemeinschaft aus fünf Ländern hat sich im mietgünstigen sozialen Wohnungsbau angesiedelt – durch einen bürokratischen Irrtum eingestuft als deutsche Familie mit zwei Kindern. Als sich Herr Reize vom Wohnungsamt ankündigt, um „Familie Schlüter“ zu überprüfen, stehen die Einbürgerung des Syrers Tarik und der gesamte Mietvertrag auf dem Spiel.

Da der Wohnungsinhaber Henrik ausgerechnet jetzt in Skiurlaub gefahren ist, beschließt die Chaotentruppe kurzerhand, dem Kontrolleur eine perfekte deutsche Familie - beziehungsweise das, was ihnen das Privatfernsehen als solche präsentiert - einfach vorzuspielen. Doch wie wird man zu einem „richtigen“ Deutschen? Ein „Schnellkurs für Neo-Germanen“ soll helfen. Tarik wird zum Familienoberhaupt und stellt einen Zehn-Punkte-Plan auf, an dem sich die Verwandlung in eine perfekte Familie auszurichten hat. Virginie wird zu seiner Frau, Enzo sein Sohn aus erster Ehe, Rudi wird gegen seinen Willen eingedeutscht und wegen seines Wiener Schmähs kurzerhand zum Autisten erklärt. Doch das Spiel gerät aus den Fugen, als der unangenehme Nachbar Schröder eingreift, dem die Wohngemeinschaft schon lange ein Dorn im Auge ist und alles aufzufliegen droht.

Ein urkomisches Karussell aus nationalen Fehleinschätzungen, Stereotypen und der Suche nach dem typisch Deutschen beginnt sich zu drehen, herrlich frisch, hochaktuell und hintergründig.

Hintergrundinfos:
Der Österreicher Stefan Vögel jongliert in „Achtung Deutsch“ mit nationalen Klischees und widerlegt auf höchst amüsante Weise die Verallgemeinerung durch den Einzelfall und umgekehrt. Dabei zieht er nur ein Volk noch mehr durch den Kakao als die Deutschen. Sein eigenes. Doch Vögels Humor lieben die Deutschen nachweislich, denn seine Stücke laufen landauf landab, im Kammertheater war bereits die prominent besetzte Komödie „Die süßesten Früchte“ und „Verliebt, verlobt, verschwunden“ zu sehen.
Die Regie übernimmt der bekannte Moderator, Schauspieler, Comedian und Kabarettist Jochen Busse (bekannt aus „7 Tage, 7 Köpfe“, „Das Amt“, „Samstag Nacht“), der mit der Inszenierung „Achtung Deutsch“ bereits mit dem Monica-Bleibtreu-Preis ausgezeichnet wurde. Auf der Bühne zu sehen sind u.a Joachim H. Luger und Frank Büssing. Joachim H. Luger zählt durch die erfolgreiche TV-Serie „Lindenstraße“ (u.a. ausgezeichnet mit der „Goldenen Kamera“, „Bambi“ und dem „Grimme Preis“) seit dem Beginn 1985 als „Vater Beimer“ zu einem der bekanntesten Schauspielern im deutschen Fernsehen. Frank Büssing ist u.a. durch seine Rollen in „Tatort“, „Derrick“, dem ZDF-Fernsehspiel „Das verletzte Lächeln“, der Telenovela „Lena“ und „Wilsberg“ bekannt.


TERMINE IM KAMMERTHEATER

Premiere: 1. Februar 2019
Vorstellungen: 2. Februar bis 24. März 2019

BESETZUNG
Mit Frank Büssing, Joachim Hermann Luger, u.a.
Inszenierung: Jochen Busse
Bühne: Hartwig Bodenheuer
Kostüme: Anja Saafan
Aufführungsrechte bei Thomas Sessler Verlag, Wien
Kooperation mit dem THEATER IM RATHAUS, Essen